Kostenvergleich mit Erdgas

Wärmekosten im Vergleich

Bei einer Wärmeversorgung mit Fernwärme erhalten Sie mit unserer Fernwärme alles aus einer Hand. Sie zahlen verbrauchsbezogene Entgelte für den Wärmeverbrauch und die CO2-Emissionen, sowie ein verbrauchsunabhängiges Entgelt für den eingestellten Heizwasservolumendurchfluss. Außerdem fällt einmalig eine Investition für den Anschluss an unser Fernwärmenetz an.

Als Alternative zur Fernwärmeversorgung stehen unterschiedliche Versorgungskonzepte zur Verfügung. Sehr häufig wird dabei eine dezentrale Erzeugung mit einem erdgasbefeuerten Heizkessel verwendet. Nachfolgend stellen wir diese beiden Varianten im Kostenvergleich gegenüber.

Gemäß EEWärmeG ist bei Neubauten die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien vorgeschrieben. Unsere, durch umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Fernwärme, gilt als Ersatzmaßnahme und erfüllt die Voraussetzung bereits.

Der Fernwärme aus unserem Verbundnetz wurde ein netzspezifischer CO2-Emissionswert in Höhe von 129,3g/kWh zertifiziert. Versorgungslösungen mit erdgasbefeuerten Heizkesseln weisen hingegen regelmäßig CO2-Emissionwerte in Höhe von 224,0g/kWh aus.

Für Fernwärme aus unserem Verbundnetz wurde ein Primärenergiefaktor (PEF) in Höhe von nur 0,45 zertifiziert. Alternative Wärmeversorgungslösungen mit einem erdgasbefeuerten Heizkessel weisen meist einen PEF von 1,1 aus.

Kostenbestandteile

Bei einer Eigenversorgung, z. B. einem mit Erdgas befeuerten Heizungskessel, kommen regelmäßige Ausgaben hinzu. Hierbei handelt es sich um Wartungs- und Instandhaltungskosten für die Heizungsanlage, Gebühren für den Schornsteinfeger sowie Koste für den Anschluss an das Gasnetz.

Zusätzlich müssen neben den anfänglichen Investitionen für diese Wärmeversorgungslösungen (z. B. für den Heizkessel und den Schornstein) noch Rücklagen für den Fall einer Ersatzanschaffung berücksichtigt werden. All diese Kostenbestandteile ergeben zusammen letztlich die Wärmekosten.


Vergleich der verschiedenen Kostenarten

 

Service inklusive

Nicht nur bei den Kostenbestandteilen bestehen Unterschiede. Bei einer Eigenversorgung müssen Sie alle Abläufe und notwendigen Termine eigenständig koordinieren. Als Betreiber der Erzeugeranlage sind Sie zudem für den reibungslosen und störungsfreien Betrieb verantwortlich.

Bei einer Fernwärmeversorgung kümmern wir uns hingegen um sämtliche notwendigen Arbeiten bis zur vereinbarten Eigentumsgrenze!

Wir prüfen regelmäßig den ordnungsmäßigen Zustand der Übergabestation, tauschen etwaig defekte Teile unserer Anlagenkomponenten aus und kümmern uns darüber hinaus um Einhaltung aller Vorgaben. Diese Leistungen sind in unseren Wärmekosten bereits enthalten.

Darstellung der spezifischen Kosten

Um eine Vielzahl von Wärmekunden abzubilden, gehen wir in den nachfolgenden Berechnungen von einem Objekt mit einem Fernwärme-Anschlusswert von 137 kW und - basierend auf 1.800 Vollbenutzungsstunden - einem Jahresverbrauch von 288 MWh aus (nachfolgend „Modellhaus B“ genannt). Dies entspricht einem durchschnittlichen Mehrfamilienhaus.

Hinweis: Der dargestellte Kostenvergleich berücksichtigt auch die investiven Kostenbestandteile, welche durch den jeweiligen Anschluss des Gebäudes anfallen (Vollkostenvergleich)!

 

 

Versorgung mit Fernwärme

Eigenversorgung mit Erdgas

Einheit

Verbrauchsbezogene Jahreswärmekosten 16.073,28 14.165,76 Euro/Jahr
Spezifische verbrauchs-
bezogene Kosten
55,81 49,19 Euro/MWh
Verbrauchsunabhängige Jahreswärmekosten 9.214,62 4.566,30 Euro/Jahr
Spezifische verbrauchs-
unabhängige Kosten
32,00 15,86 Euro/MWh
Investitionen
und Einmalzahlungen
18.333,71 118.500,00 Euro
Spezifische Kosten
(investiver Anteil)
5,55 35,87 Euro/MWh*
Spezifische Gesamtkosten 93,36 100,92 Euro/MWh

 

* Ausgehend von einer Laufzeit über 20 Jahren bei einem Zinssatz in Höhe von 6%. Der Annuitätsfaktor beträgt damit 0,0872.


Hinweis: Die folgenden Angaben (jeweils brutto) orientieren sich an dem beschriebenen Modellhaus. Die einzelnen Berechnungsschritte finden Sie auf dieser Seite.