Die Berliner Wärmewende

Mit der im Sommer 2021 beschlossenen Änderung des Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung Deutschlands Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken. Damit leistet Deutschland seinen Beitrag zu Begrenzung der Erderwärmung. Mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen wird die Energiewende vorangetrieben. Von der Wärmewende ist jedoch selten die Rede. Obwohl diese ein sehr wichtiger Baustein ist: Wärme für Raumheizung und Warmwasser machen einen großen Teil des deutschen Energieverbrauchs aus.

Der Begriff „Wärmewende“ steht für die Umstellung der Wärmeerzeugung hin zu erneuerbaren Energien. Neben der Dekarbonisierung des Wärmeverbrauchs (für Industrie und private Nutzung), geht es jedoch auch um mögliche Einsparungen von Wärmeenergie.

Vattenfall Etappen auf dem Weg der Berliner Wärmewende

Bei jeder der drei großen Etappen der Wärmewende hatte und hat Vattenfall eine zentrale Rolle, um die fossilfreie Wärmeversorgung in Berlin Wirklichkeit werden zu lassen.

Ausstieg aus der Braunkohleverbrennung

Diese Etappe ist bereits absolviert und wurde mit der Umstellung des Heizkraftwerks Klingenberg 2017 auf erdgasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplung abgeschlossen.

Ausstieg aus Steinkohle & Einstieg in Zukunftsenergien

Die zweite Etappe wird in der vom Land Berlin und Vattenfall 2019 erstellten Machbarkeitsstudie "Kohleausstieg und nachhaltige Stadtwärmeversorgung Berlin 2030" vorgezeichnet.

Ein Schlüssel liegt in der Umstellung der Heizkraftwerke und der Wärmeinfrastruktur auf Erdgas und perspektivisch auf Wasserstoff.

Ersetzen von Erdgas durch regenerative Energien

Auf der dritten Etappe wird es darum gehen, die Dekarbonisierung der Stadtwärme so weit wie möglich abzuschließen. Dabei spielt grüner Wasserstoff eine Schlüsselrolle:

Berliner Stadtwärme wird zuerst "H-ready", d. h. zukunftsfähig, und dann fossilfrei.

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Entdecken Sie unsere lokalen Maßnahmen

Berlin verändert sich rasant und hat ein klares Ziel: Klimaneutralität bis 2045. Verschaffen Sie sich einen Überblick unserer lokalen Maßnahmen in Berlin. Für eine erfolgreiche Wärmewende und eine klimaschonende Versorgung.

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Heizkraftwerke
Stadtwärmenetze

Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel

Die Wärmeversorgung aus Biomasse spart im Märkischen Viertel nun rund 7.800 Tonnen Kohlenstoffdioxid zusätzlich pro Jahr ein. Sie ist ein Ergebnis der „Klimapartnerschaft für eine klimaneutrale Zukunft im Märkischen Viertel“, welche Vattenfall und GESOBAU im Jahr 2010 abgeschlossen haben. Zur Vereinbarung gehörte auch der Umbau des nahe dem Quartier gelegenen Heizkraftwerks zu einer mit Biomasse betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und die damit verbundene Lieferung von durch Biomasse erzeugtem Strom.

Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel

Die Wärmeversorgung aus Biomasse spart im Märkischen Viertel nun rund 7.800 Tonnen Kohlenstoffdioxid zusätzlich pro Jahr ein. Sie ist ein Ergebnis der „Klimapartnerschaft für eine klimaneutrale Zukunft im Märkischen Viertel“, welche Vattenfall und GESOBAU im Jahr 2010 abgeschlossen haben. Zur Vereinbarung gehörte auch der Umbau des nahe dem Quartier gelegenen Heizkraftwerks zu einer mit Biomasse betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und die damit verbundene Lieferung von durch Biomasse erzeugtem Strom.

Solarthermie-Anlage in Köpenick

14.000 CO2-freie heiße Duschen aus 100 Prozent erneuerbarer Energie jedes Jahr. Das ermöglicht Berlins größte Solarthermie-Anlage in der Wendenschloßstraße mit 1.058 m2 Kollektorfläche. Betrieben durch Vattenfall ergänzt die regenerative Technik bestehende gasgefeuerte Erzeugungsanlagen und das Biomethan-Blockheizkraftwerk am Standort.

Solarthermie-Anlage in Köpenick

14.000 CO2-freie heiße Duschen aus 100 Prozent erneuerbarer Energie jedes Jahr. Das ermöglicht Berlins größte Solarthermie-Anlage in der Wendenschloßstraße mit 1.058 m2 Kollektorfläche. Betrieben durch Vattenfall ergänzt die regenerative Technik bestehende gasgefeuerte Erzeugungsanlagen und das Biomethan-Blockheizkraftwerk am Standort.

Die Kältezentrale am Potsdamer Platz

Das Gebiet rund um den Potsdamer Platz ist ein deutschlandweit einzigartiges Quartier. Smart gesteuert durch unserer Kältezentrale versorgen die Kälteanlagen rund 10.000 Büros und 1.000 Wohnungen mit umweltfreundlich erzeugter Quartierkälte. Dabei erfüllen wir schon heute die Klimaziele für 2045.

Die Kältezentrale am Potsdamer Platz

Das Gebiet rund um den Potsdamer Platz ist ein deutschlandweit einzigartiges Quartier. Smart gesteuert durch unserer Kältezentrale versorgen die Kälteanlagen rund 10.000 Büros und 1.000 Wohnungen mit umweltfreundlich erzeugter Quartierkälte. Dabei erfüllen wir schon heute die Klimaziele für 2045.

Heizkraftwerk Marzahn

Mit dem HKW Marzahn ist - nach 3 Jahren Bauzeit - eines der modernsten Heizkraftwerke Europas ans Netz gegangen. Das HKW ersetzt das 2010 stillgelegte Kraftwerk Lichtenberg, welches den Ansprüchen umweltschonender Energie nicht mehr gerecht wurde. Durch die hochmoderne Erzeugungsanlage sinkt der jährliche CO2-Fußabdruck der Vattenfall Wärme Berlin AG von gut 13 Millionen Tonnen auf unter 6 Millionen Tonnen.

Das HKW verfügt über eine flexible Fahrweise: Somit ist die Anlage in der Lage, schnell zwischen Voll- und Teillast zu wechseln. Dadurch kann sie einerseits Schwankungen ausgleichen, zu denen es bei der Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz immer wieder kommt und andererseits die Bedürfnisse der Stadtwärmenutzer zuverlässig absichern.

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Heizkraftwerk Marzahn

Mit dem HKW Marzahn ist - nach 3 Jahren Bauzeit - eines der modernsten Heizkraftwerke Europas ans Netz gegangen. Das HKW ersetzt das 2010 stillgelegte Kraftwerk Lichtenberg, welches den Ansprüchen umweltschonender Energie nicht mehr gerecht wurde. Durch die hochmoderne Erzeugungsanlage sinkt der jährliche CO2-Fußabdruck der Vattenfall Wärme Berlin AG von gut 13 Millionen Tonnen auf unter 6 Millionen Tonnen.

Das HKW verfügt über eine flexible Fahrweise: Somit ist die Anlage in der Lage, schnell zwischen Voll- und Teillast zu wechseln. Dadurch kann sie einerseits Schwankungen ausgleichen, zu denen es bei der Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz immer wieder kommt und andererseits die Bedürfnisse der Stadtwärmenutzer zuverlässig absichern.

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Das Heizkraftwerk Wilmersdorf verabschiedet sich

Vattenfall nimmt das Heizkraftwerk Wilmersdorf vom Netz und baut die drei Kesselhäuser mit ihren je 102 Meter hohen Schornsteine nachhaltig zurück. Damit verschwindet eine Anlage aus dem Berliner Stadtbild, die für fossile Strom- und Wärmeerzeugung stand. Der Rückbau stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu Berlins Klimaneutralität dar.

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Das Heizkraftwerk Wilmersdorf verabschiedet sich

Vattenfall nimmt das Heizkraftwerk Wilmersdorf vom Netz und baut die drei Kesselhäuser mit ihren je 102 Meter hohen Schornsteine nachhaltig zurück. Damit verschwindet eine Anlage aus dem Berliner Stadtbild, die für fossile Strom- und Wärmeerzeugung stand. Der Rückbau stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu Berlins Klimaneutralität dar.

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Neuartiges Kälte-Versorgungskonzept für Gebäude

„Kühlung Smart“ trägt nachhaltig zur Energieeffizienz des Gebäudes bei: Eine Hochtemperaturwärmepumpe erzeugt lokal die benötigte Kälte und führt die dabei entstehende Abwärme nicht wie herkömmliche Systeme an die Umgebung ab, sondern dem Stadtwärmesystem zu. Die eingesetzte Energie wird dadurch effizienter genutzt. Außerdem fällt die normalerweise erforderliche Rückkühltechnik weg, was Ressourcen spart und die Dachflächen für andere Nutzungen freigibt.

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Neuartiges Kälte-Versorgungskonzept für Gebäude

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Abwärmenutzung mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM)

Ein wichtiger Teil der urbanen Wärmewende ist die effiziente Nutzung alternativer Wärmequellen. So fließt durch eine Kooperation mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) Wärme, die bei der Porzellan-Herstellung entsteht, in das Berliner Stadtwärmenetz. Immer, wenn die vier Porzellan-Brennöfen Porzellan produzieren, erhitzen sie dabei Wasser auf rund 110 ⁰C – sie sind mit einer Wärme-Rückgewinnungsanlage gekoppelt. Über unsere Hausübergabestationen fließt das Heizwasser an den Wärmeübertrager und speist das Stadtwärmenetz mit CO2-freier Wärme. In Berlin ermöglichen wir somit 150.000 CO2-freie heiße Duschen pro Jahr.

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Abwärmenutzung mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM)

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Mieterstrom für das Quartier Bottroper Weg

Im Quartier Bottroper Weg mit knapp 1.700 Wohnungen läuft ein spannendes Pilotprojekt der Partner Gewobag ED, Lumenion und Vattenfall zur Sektorenkopplung. Hier wurde ein Energiespeichersystem aus Stahl installiert, das Strom in Hochtemperaturwärme umwandeln und speichern kann, wenn Sonne und Wind das Stromnetz überlasten. Das emissionsfrei arbeitende Speichersystem ist in die bereits seit Jahren verbaute Strom- und Wärmeversorgung, bestehend aus einem 800 kw el Blockheizkraftwerk und 2 Kesseln, des Quartiers eingebunden. Über 350 Mieterstromkunden decken ihren Strombedarf zu 60 Prozent aus dem BHKW und werden somit günstig, umweltschonend und zuverlässig versorgt.

Mieterstrom für das Quartier Bottroper Weg

Im Quartier Bottroper Weg mit knapp 1.700 Wohnungen läuft ein spannendes Pilotprojekt der Partner Gewobag ED, Lumenion und Vattenfall zur Sektorenkopplung. Hier wurde ein Energiespeichersystem aus Stahl installiert, das Strom in Hochtemperaturwärme umwandeln und speichern kann, wenn Sonne und Wind das Stromnetz überlasten. Das emissionsfrei arbeitende Speichersystem ist in die bereits seit Jahren verbaute Strom- und Wärmeversorgung, bestehend aus einem 800 kw el Blockheizkraftwerk und 2 Kesseln, des Quartiers eingebunden. Über 350 Mieterstromkunden decken ihren Strombedarf zu 60 Prozent aus dem BHKW und werden somit günstig, umweltschonend und zuverlässig versorgt.

Grüne Aue

Im Berliner Stadtteil Biesdorf versorgt eine besonders nachhaltige Anlagenkombination die Wohnanlage „Grüne Aue“: Die 113 Wohneinheiten erhalten ihre Heizwärme und ihr warmes Wasser durch einen Dreiklang aus Blockheizkraftwerk (BHKW), Brennwertkessel und Abwasserwärmepumpe. Das Besondere daran: Der im BHKW neben der Wärme erzeugte Strom speist die Wärmepumpe, welche wiederrum aus dem Abwasser der Wohnanlage Wärme zum Heizen erzeugt. So lassen sich durch die schlaue Quartierslösung jährlich rund 22 Tonnen CO2 pro Jahr sparen.

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Grüne Aue

Im Berliner Stadtteil Biesdorf versorgt eine besonders nachhaltige Anlagenkombination die Wohnanlage „Grüne Aue“: Die 113 Wohneinheiten erhalten ihre Heizwärme und ihr warmes Wasser durch einen Dreiklang aus Blockheizkraftwerk (BHKW), Brennwertkessel und Abwasserwärmepumpe. Das Besondere daran: Der im BHKW neben der Wärme erzeugte Strom speist die Wärmepumpe, welche wiederrum aus dem Abwasser der Wohnanlage Wärme zum Heizen erzeugt. So lassen sich durch die schlaue Quartierslösung jährlich rund 22 Tonnen CO2 pro Jahr sparen.

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Puhlmannhof

Auf dem Gelände des früheren Puhlmannschen Lichtspielhauses in der Kastanienallee werden 40 Wohn- und 10 Gewerbeeinheiten durch die Kombination aus einem mit Biomethan betriebenen Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem mit Gas betriebenen Kessel versorgt. Mittels eines Nahwärmenetzes wird die Wärme aus dem mit Biomethan betriebenen BHKW in die insgesamt fünf Gebäude des Komplexes verteilt.

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Puhlmannhof

Auf dem Gelände des früheren Puhlmannschen Lichtspielhauses in der Kastanienallee werden 40 Wohn- und 10 Gewerbeeinheiten durch die Kombination aus einem mit Biomethan betriebenen Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem mit Gas betriebenen Kessel versorgt. Mittels eines Nahwärmenetzes wird die Wärme aus dem mit Biomethan betriebenen BHKW in die insgesamt fünf Gebäude des Komplexes verteilt.

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Ehemaliger Gutshof Mahlsdorf

Im Jahr 2017 wurde auf dem ehemaligen Gutshof Mahlsdorf eine Einrichtung für betreutes Wohnen sowie eine Gewerbeeinheit errichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt überwiegend über eine Wärmepumpe. Die Lastspitzen an sehr kalten Tagen werden über einen Brennwertkessel abgedeckt. So wird eine sehr hohe Ausnutzung der Primärenergie erzielt. Zudem wird das Gebäude mit dieser Anlagenkombination umweltschonend, flexibel und besonders zuverlässig versorgt.

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Ehemaliger Gutshof Mahlsdorf

Im Jahr 2017 wurde auf dem ehemaligen Gutshof Mahlsdorf eine Einrichtung für betreutes Wohnen sowie eine Gewerbeeinheit errichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt überwiegend über eine Wärmepumpe. Die Lastspitzen an sehr kalten Tagen werden über einen Brennwertkessel abgedeckt. So wird eine sehr hohe Ausnutzung der Primärenergie erzielt. Zudem wird das Gebäude mit dieser Anlagenkombination umweltschonend, flexibel und besonders zuverlässig versorgt.

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Abwärme aus thermischer Abfallverwertung

Berlin hat nur sehr geringe erneuerbare Potenziale. Deshalb gilt es hier, alle anderen verfügbaren klimaschonenden Wärmequellen zu nutzen, damit die Wärmewende gelingt.

Zu den Potenzialen gehört die Abwärme aus der thermischen Abfallverwertung. Hier geht es darum, die Wärme, die bei der Verbrennung von Abfällen entsteht, wertschöpfend zu nutzen. Das spart Primärenergieträger wie Steinkohle und mindert so die CO2-Emissionen.

Nachhaltigkeitsvereinbarung 2.0 für Biomasse

Das Land Berlin will schnellstmöglich klimaneutral werden. Vattenfall unterstützt die Klimaziele des Landes Berlin und hat sich verpflichtet, innerhalb einer Generation ein fossilfreies Leben in allen seinen Märkten zu ermöglichen. Das schließt den Verzicht auf fossile Brennstoffe bei der Energieerzeugung ein. Als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Berliner Klimaneutralität haben sich Land Berlin und Vattenfall auf einen Kohleausstieg bis spätestens zum Jahr 2030 verständigt und dazu 2019 eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, die den Weg und die nötigen Maßnahmen zum Ausstieg aus der kohlegefeuerten Wärmeerzeugung bis 2030 beschreibt. 

Eine Maßnahme dabei ist die verstärkte Nutzung holzartiger Biomasse bei der Stadtwärmeerzeugung unter Anwendung umfassender nachhaltiger Kriterien. Bereits 2011 hatten das Land Berlin und Vattenfall eine Vereinbarung über Kriterien zur Nachhaltigkeit der Beschaffung von holzartiger Biomasse für eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen.

Das Land Berlin und die Vattenfall Wärme Berlin AG haben die Nachhaltigkeitsvereinbarung für Biomasse um weitere zehn Jahre fortgeschrieben. Die Berliner Nachhaltigkeitsvereinbarung ist europaweit einzigartig als Vertrag dieser Art zwischen einer Kommune und einem Energieunternehmen, die damit Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für den nachhaltigen Einsatz holzartiger Biomasse für die Energieversorgung regeln. 

Nachhaltige Biomasse aus eigenem Anbau

In unserem Heizkraftwerk Märkisches Viertel wird bereits ausschließlich Biomasse als Brennstoff eingesetzt. In anderen Heizkraftwerken kann Biomasse durch Mitverbrennung flexibel genutzt werden. Für jegliche Biomasse, die in unseren Anlagen genutzt wird, gilt, dass sie den ökologischen und nachhaltigen Standards entspricht und ausschließlich klimaschonend genutzt wird. Hier liegt also eine äußerst umweltschonende Art der Energieerzeugung vor – unterstützt durch eine effektive Rauchgasreinigung, die dafür sorgt, dass die Schadstoffemissionen weit unter den gesetzlichen Vorgaben bleiben.

Für uns ist es elementar, die Landnutzung umweltverträglich zu gestalten und negative Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden. So stammt die Biomasse, die bei uns Verwendung findet, größtenteils aus Kurzumtriebsplantagen (KUP), z. B. in Tagebaugebieten oder aus Kooperationen mit Landwirten. Das in den KUP nachhaltig und stetig wachsende Holz eignet sich bestens als Brennstoff. Hierbei achten wir vor allem auf eine regionale Beschaffung durch Kooperationen mit Bezirken, Forsten und städtischen Einrichtungen.

Die Vattenfall Tochter Energy Crops ist mit über 2.000 Hektar Anbaufläche der größte Betreiber von KUP in Deutschland.

Wasserstoff als Träger der Energiewende - für Berlin

Bis 2045 hat sich Deutschland das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen um 100 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Gemeinsam mit den großen Versorgern und Unternehmen der Stadt Berlin arbeitet H2Berlin daran, Wasserstoff als Energieträger technisch, wirtschaftlich und sozial sinnvoll nutzbar zu machen. Eine Öffnung und somit Kopplung der bestehenden Strukturen für Wasserstoff könnte die Stadt ihren Zielen näherbringen.

Berlin hat das Potenzial zum Vorreiter in der nachhaltigen Nutzung von Wasserstoff zu werden. Unsere Wasserstoff-Agenda sieht vor, grünen Wasserstoff aus Berlins Kapital zu erzeugen, als Energieträger für den Bedarf der Stadt zu nutzen und zu verteilen. 

Zukunftsnetz Nordwest

Vattenfall, ONTRAS und NBB haben es sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Kohleausstieg Berlins zu ermöglichen und darüber hinaus bis 2040+ ihre Kunden mit klimaschonender Energie zu versorgen. Das Zukunftsnetz Nordwest leistet dazu einen wichtigen Beitrag, indem es die nötigeInfrastruktur bereitstellt, um eine Versorgung mit klimafreundlichen Energieträgern zu ermöglichen.

 

Power-to-Heat-Anlage in Reuter West

Mit dem Bau der Power-to-Heat-Anlage hat Vattenfall europaweit technisches Neuland betreten. Berlin hat zugleich einen entscheidenden Hebel zur Integration erneuerbarer Energien gewonnen. Seit 2020 in Betrieb, funktioniert die Power-to-Heat-Anlage nach dem Tauchsieder-Prinzip und erzeugt aus Strom Stadtwärme.

Mit 120 Megawatt Wärmeleistung können selbst an sehr kalten Wintertagen bis zu 30.000 Haushalte beheizt werden. Ist viel regenerativer Strom im Netz, kann die Anlage diesen zur Erzeugung klimaschonender Stadtwärme nutzen. Damit kann die Anlage nicht nur dazu beitragen, dass weniger Windräder und PV-Anlagen abgeregelt werden müssen, sie ist auch ein wichtiger Baustein der Berliner Wärmewende.

Ausblick für Berlin

In unserem Stadtwärmesystem können wir die besten Lösungen optimal verbinden: Die Wärmeerzeugung aus Steinkohle wird im Heizkraftwerk Moabit Mitte Anfang der zweiten Hälfte der 20'er Jahre und in Reuter West Ende der 20'er Jahre auslaufen und durch eine Kombination aus Biomasse, Abwärme der BSR, Erdgas, Power-to-Heat, Großwärmepumpen und Wärmespeicherung ersetzt. Bereits heute nutzen wir Abwärme und Biomasse und betreiben mit 120 MW Europas größte Power-to-Heat-Anlage. Zwei Großwärmepumpen sind zurzeit im Bau. Last but not least planen wir eine Systemwarte, über die wir die verschiedenen Erzeugungsarten und unser 2.000 Kilometer langes Wärmenetz noch effizienter steuern können.
 

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