BHKW-Förderung für die Wohnungswirtschaft

Nachhaltigkeit  •  31.03.2021

#BHKW-Förderung #dezentraleEnergieversorgung #Blockheizkraftwerk 

 

Nachhaltigkeit ist inzwischen in der Wohnungswirtschaft mehr als ein Imagefaktor. Mieter fragen gezielt nach nachhaltig bewirtschafteten Immobilien. Eine effiziente und kostengünstige Lösung für Quartiere sind dezentrale Energieversorgungslösungen. Dazu gehören beispielsweise Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Form von modernen Blockheizkraftwerken (BHKW). Neben der effizienteren Brennstoffnutzung bieten BHKW auch Kostenvorteile bei der Nutzung des produzierten Stroms in der Immobilie beispielsweise durch Mieter-Strom oder Eigenbedarfsdeckung. Aber auch die Einsparungen von Netzentgelten und Abgaben, reduzierter EEG-Umlage und Stromsteuerbefreiung sorgen für finanzielle Anreize. Staatliche Maßnahmen zur BHKW-Förderung steigern die Wirtschaftlichkeit zusätzlich. Durch dieses Gesamtpaket ist eine nachhaltige Energieerzeugung zunehmend auch für die Immobilienwirtschaft interessant. 

 

BHKW-Förderung über Zuschüsse und Kredite 

Zur Unterstützung der Finanzierung von BHKW-Bauvorhaben bieten sich in der Wohnungswirtschaft mehrere Fördermaßnahmen an. Bund, Länder, aber auch einzelne Städte und Kommunen vergeben Zuschüsse oder Kredite. Je nach Förderprogramm sind verschiedene Maßnahmen auch kombinierbar. Somit können Betreiber ihren eigenen Investitionsbedarf für ein BHKW durch mehrere Einzel-Förderungen erheblich senken. Der Mieter profitiert davon in Form von niedrigeren Kosten für Strom und Wärme. Wichtig: Die Bedingungen und Antragsvoraussetzung sowie die Höhe der BHKW-Förderungen ändern sich ständig, deshalb sollte der Förderantrag bei sinkenden Zuschüssen rechtzeitig gestellt werden. In der Regel muss er vor Beginn der Baumaßnahme erfolgen.

 

Maßnahmen vom Bund 

Die BHKW-Förderungen durch den Bund vergeben die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Je nach Förderprogramm und Anlage können Bauherren bei beiden Institutionen zinsgünstige Kredite und/oder einmalige Zuschüsse beantragen. Die Höhe der BHKW-Förderungen hängen in der Regel von der Nachhaltigkeit des einzusetzenden Brennstoffs als auch von der installierten elektrischen Leistung ab. Sofern Direktvermarktung für den Strom vorgeschrieben ist, entwickelt Vattenfall das sehr gern für Sie. Nach Ablauf der Förderung prüft Vattenfall weitere Optionen wie beispielsweise die Inanspruchnahme der vermiedenen Netznutzungsentgelte. 

 

BHKW-Förderung auf Landes- und Kommunalebene 

Neben den Programmen der Bundesregierung haben zahlreiche Bundesländer eigene BHKW-Förderprogramme aufgelegt. Und auch auf kommunaler Ebene gibt es Fördermöglichkeiten. Letztere sind besonders für Blockheizkraftwerke interessant, die mit Biomasse aus der Region betrieben werden. Allerdings gilt bei der BHKW-Förderung auf Kommunal- und Landesebene: In den meisten Fällen sind die Fördertöpfe limitiert. Ist die festgelegte Summe im Laufe des Jahres ausgeschöpft, gibt es keine Fördergelder mehr. Die Förderprogramme werden aber häufig zum Jahresanfang wieder aufgefüllt. 

Mit dem BHKW-Strom Geld verdienen 

Neben der BHKW-Förderung profitieren Betreiber von Blockheizkraftwerken zusätzlich von dem sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungs-Zuschlag. Der wird für den durch das BHKW erzeugten Strom gezahlt. Wird der Strom selbst genutzt, erhält der Betreiber eines BHKW mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt (kW) für die ersten 60.000 Betriebsstunden 4 Cent je Kilowattstunde. Bei Anlagen, die zwischen 50 und 100 kW leisten, sind es 3 Cent für 30.000 Betriebsstunden. Wird der erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist, gibt es rund 11 Cent je Kilowattstunde (Stand Q1 2020). 

Welche BHKW-Förderung für das jeweilige Bauprojekt in Frage kommt, wissen die Spezialisten von Vattenfall.