Die richtige Kältetechnik für Neu- und Bestandsbauten

Nachhaltigkeit  •  27.07.2020

#nachhaltigkeit #kooperationen

 

Moderne Wohn- und Bürogebäude, und je nach Anforderung auch verschiedene Gewerbeimmobilien, sind ohne Klimatisierung nicht vermietbar. Für Planer, Architekten, Hausverwalter und Eigentümer bedeutet das in erster Linie eine hohe Investition in die entsprechende Kältetechnik und laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten. Hier kommt Kältecontracting ins Spiel. 

Kältecontracting funktioniert sowohl bei Neubauten als auch bei Immobilien im Bestand. Statt in Kältetechnik-Anlagen zu investieren, schließen Immobilienbetreiber lediglich einen Kälteliefervertrag ab. Größter Vorteil für Planer, Immobilienbetreiber und Bauherren: Sie sparen viel Zeit bei der Planung und darüber hinaus Investitionskosten. Denn sie geben die komplette Kältetechnik in erfahrene Hände eines Energieversorgers. Demontage einer eventuell vorhandenen Altanlage, Errichtung, Finanzierung und Betrieb der Kältetechnik liegen dann in dessen Verantwortung. Und somit auch das wirtschaftliche Risiko. 
 

Knowhow des Energieversorgers nutzen 

Darüber hinaus profitieren Investoren von dem Kompetenzvorsprung des Energieversorgers. Der reicht vom Management der Kältetechnik-Anlage inklusiver aller Wartungsaufgaben, der Optimierung von Einsparungen und der Reduktion von Schadstoffen bis zur Erfüllung von sich ändernden gesetzlichen Auflagen. 
 

Kältetechnik arbeitet CO2-neutral 

Je nach benötigter Kälteleistung und baulichen Voraussetzungen kommen entweder Quartierkälte oder eine dezentrale Kälteerzeugung in Betracht. Quartierkälte funktioniert wie Stadtwärme: Die Kälte wird zentral erzeugt und über ein gut gedämmtes Rohrleitungssystem beispielsweise in einem Quartier verteilt. Bei der dezentralen Kälteerzeugung versorgt eine einzelne Kältetechnikanlage ein oder mehrere zusammenhängende Gebäude mit Kälte.

Dabei kommen unterschiedliche Kältetechnikvarianten zum Einsatz: Die Absorptionskältemaschine entzieht normalem Kaltwasser mithilfe von Druck, Verdampfungsprozessen und einer Salzlösung die Restwärme und kühlt es auf etwa 6 Grad. Dies reicht aus, um Räume abzukühlen. Eine Absorptionskältemaschine wird mit thermischer Energie betrieben. Die zweite Variante ist die Kompressionskältemaschine, die wie ein großer Kühlschrank funktioniert und mit einem Kompressor ein Kältemittel verdichtet, verflüssigt und verdampft.

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Kältecontracting schafft finanziellen Spielraum 

Größtes Plus des Kältecontracting-Modells: Es erhöht den finanziellen Spielraum von Planern und Immobilienbetreibern. Denn die Investitionskosten für die Kältetechnik reduzieren sich auf null. Sämtliche Bau- und Inbetriebnahmekosten übernimmt der Energieversorger. Das schafft zusätzliches Budget für weitere, eventuell ungeplante Investitionen oder hilft, bei Neubau oder Modernisierung, den strikten Finanzierungsplan einzuhalten ohne Qualitätseinschränkungen in anderen Gewerken. Wie bei anderen gelieferten Energieformen fallen während der Vertragsdauer für den Nutzer genau kalkulierbare Grund- und Arbeitskosten an.