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Dezemberhilfe & Wärmepreisbremse

Um die Verbraucher:innen mit Blick auf die stark gestiegenen Energiekosten zu entlasten, dämpft der Staat temporär die Energiekosten. Zur Entlastung wurden u. a. die Soforthilfe Dezember 2022 sowie die Wärmepreisbremse ab März 2023, rückwirkend gültig zum 1. Januar 2023, auf den Weg gebracht.

Trotz der Entlastungen stellt Energiesparen nach wie vor die beste Möglichkeit dar, Kosten zu reduzieren und Geld zu sparen.
 

Fragen & Antworten zur Dezemberhilfe 2022

Auf Grundlage des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetzes (EWSG) – der sogenannten Dezemberhilfe – wird Haushalten und Unternehmen mit einem Verbrauch von weniger als 1,5 Gigawattstunden (GWh) Gas oder Wärme im Jahr eine Entlastung für den Monat Dezember 2022 gewährt. Diese Entlastung überbrückt die Zeit bis zur Einführung der Gas- und Wärmepreisbremse.

Welche Kund:innen haben Anspruch auf die Dezemberhilfe?

Sie sind Begünstigte:r der Entlastung, wenn Ihr jährlicher Verbrauch unter 1,5 Gigawattstunden (GWh) liegt, Sie kein zugelassenes Krankenhaus sind und (verbrauchsunabhängig), wenn:
 

  • Sie die Wärme im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnraum oder als Wohnungseigentümergesellschaft im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes beziehen, oder
     

  • es sich bei Ihnen um zugelassene Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Kindertagestätten oder andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe handelt, die im Aufgabenbereich des Sozialgesetzbuchs soziale Leistungen erbringen, oder
     

  • es sich bei Ihnen um die Entnahmestelle einer staatlichen, staatlich anerkannten oder gemeinnützigen Einrichtung des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs oder Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts oder als eingetragener Verein handelt, oder
     

  • es sich bei Ihnen um Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, anderer Leistungsanbieter oder Leistungserbringer der Eingliederungshilfe nach Teil 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch handelt.

Wie berechnet sich die Dezemberhilfe?

Die konkrete Ermittlung des Entlastungsbetrages für Wärmekunden richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetzes (EWSG). Einen Einblick in das EWSG haben Sie hier.

Hiernach orientiert sich der Entlastungsbetrag an dem monatlichen Abschlag für September 2022. Alternativ ist ein monatlicher Durchschnitt aus der Summe der Abschlagszahlungen des letzten Abrechnungszeitraums zu bilden bzw. auf den Abschlag vergleichbarer Kunden abzustellen. Die Höhe der Soforthilfe berücksichtigt auch mögliche Preissteigerungen zum Jahresende: Auf die Höhe des (ggf. alternativ ermittelten) Septemberabschlages 2022 ist ein Aufschlag von 20 Prozent zu gewähren.

So erhalten Sie die Dezemberhilfe

Wir geben die Soforthilfe selbstverständlich an die anspruchsberechtigten Kund:innen weiter. Die individuelle Auszahlung erfolgt gemäß der gesetzlichen Vorgabe als separater Zahllauf in den Monaten Dezember 2022/Januar 2023.

Für die Auszahlung benötigen wir insbesondere die Kontaktdaten (E-Mail oder Telefonnummer) und die für die Auszahlung der Dezemberhilfe gewünschte Kontoverbindung der anspruchsberechtigten Kund:innen. Sofern uns diese Informationen noch nicht vorlagen, haben wir die betroffenen Kund:innen bereits kontaktiert.

Können reguläre Zahlungen mit der Dezemberhilfe verrechnet werden?

Die Abschlagspläne werden mit Blick auf Grundlage der Dezemberhilfe nicht angepasst, sondern regulär abgebucht.​

Bitte beachten Sie, dass eine Verrechnung der Jahresendabrechnung mit dem Erstattungsbetrag der Dezemberhilfe, anders als bei der Gaslieferung, nicht möglich ist. Es erfolgt aber eine Ausweisung der Einmalzahlung auf der Jahresendabrechnung in 2023.​

Ich bin anspruchsberechtigt, eine Dezemberhilfe zu erhalten, habe aber keine Zahlung erhalten - warum?

Der häufigste Grund ist, dass uns Informationen wie Ihre Bankverbindung, Telefonnummer oder E-Mail​ fehlen. Kund:innen, bei denen dies der Fall ist, wurden von uns bereits per Post kontaktiert und um die Vervollständigung der Daten gebeten.

Sollten Sie als Begünstigter kein Schreiben und keine Zahlung erhalten haben, wenden Sie sich bitte per Mail an unser Kunden-Management kunden@waerme.berlin

Ich bin anspruchsberechtigt und wurde per Post um die Vervollständigung meiner Daten für die Auszahlung gebeten. Wie geht es weiter? 

Bitte melden Sie uns die Daten, die für die Auszahlung fehlen. Nutzen Sie dazu den QR-Code, den wir Ihnen per Post zur Verfügung gestellt haben. Nach Erhalt diese Daten leiten wir die Auszahlung schnellstmöglich in die Wege, dies kann einige Werktage in Anspruch nehmen.

Fragen & Antworten zur Wärmepreisbremse 2023

Am 16. Dezember 2022 wurde zur Abfederung der hohen Energiepreise u. a. das Gesetz zur Gas- und Wärmepreisbremse (GWPBG) beschlossen. Die Entlastungen gelten ab März 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023. Die Wärmepreisbremse gilt zunächst bis Ende Dezember 2023, kann aber ggf. durch die Bundesregierung durch Rechtsverordnung bis zum Ablauf des 30.04.2024 verlängert werden.

Trotz der Preisbremsen lohnt es sich, Gas oder Wärme einzusparen, weil nur ein, Teil des bisherigen Verbrauchs subventioniert wird. Für jede Kilowattstunde Gas oder Wärme über diesen Anteil hinaus muss der vertraglich vereinbarte Preis gezahlt werden.

Ganz praktische Tipps zum Energiesparen gibt beispielsweise die EnergieEinsparInitiative.

Sie haben eine technische Störung?

Einen Überblick aktueller Störungsmeldungen erhalten Sie hier.

Prüfen Sie die lokalen Gegebenheiten

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Hausverwaltung auf

Bitte nehmen Sie vorab Kontakt mit Ihrer Hausverwaltung auf, um mögliche örtliche Gegebenheiten vorab zu klären (z. B. Ist die Hausstation im Keller bereits eingeschaltet?).

Kontaktieren Sie unseren Störungsdienst

Melden Sie uns die Unterbrechung

Sollte es zu Unregelmäßigkeiten bei der Versorgung kommen, erreichen Sie unser Störungsmanagement rund um die Uhr:

Stadtwärme
   030 267 45 98

Individuelle Versorgung
   030 267 45 488

Fragen zur aktuell angespannten Lage auf den Energiemärkten

Ist die Versorgungssicherheit gewährleistet?

Da auch die Erzeugung unserer Stadtwärme zu einem wesentlichen Teil von einer zuverlässigen Gasversorgung abhängt, beobachten wir die Entwicklungen natürlich sehr genau und stehen kontinuierlich im engen Austausch mit Gasnetzbetreibern, zuständigen Ministerien und Behörden sowie Branchenverbänden.

Sollte es zu einer Ausrufung der Notfallstufe durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) kommen, kann die Bundesregierung unter anderem mit diesem Schritt im Rahmen des Energiesicherungsgesetzes schnell umfangreiche Verordnungen zum Einsatz, zur Verteilung, zum Transport und zur Einsparung von Energie erlassen.

Bei allen Maßnahmen, die dann in Kraft treten, sind bestimmte Verbrauchsgruppen gesetzlich besonders geschützt, d.h. diese sind möglichst bis zuletzt mit Gas zu versorgen. Zu diesen Gruppen gehören beispielsweise die Haushaltskund:innen, sowie Kund:innen der sogenannten „grundlegenden sozialen Dienstleistungen“($53a EnWG).

Wie entwickeln sich die Preise?

Bei der Stadtwärme sehen wir Preissteigerungen von ca. 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Eine wachsende Anzahl von Kund:innen vereinbart bereits eigenständig Abschlagserhöhungen mit uns, um hohe Nachzahlungen in der Zukunft zu vermeiden.

Was ist die Kurzfristenergiesicherungsverordnung (EnSikuMaV)?

Die Kurzfristenergiesicherungsverordnung (EnSikuMaV) wurde am 24. August 2022 vom Bundeskabinett beschlossen. Zum 30. September 2022 haben wir Ihnen ein Schreiben mit Auskünften rund um Ihren Verbrauch an Fernwärme sowie mögliche Einsparpotenziale zukommen lassen. Damit sind wir der Pflicht der Verordnung nachgekommen. In dem Schreiben haben wir Sie als Eigentümer eines von uns mit Stadtwärme versorgten Objekts über folgende Punkte informiert:
 

- den Energieverbrauch und die Energiekosten der vorangegangenen Abrechnungsperiode

- die voraussichtlichen Energiekosten auf Basis unseres aktuellen Neukundenproduktes „Stadtwärme Klassik Plus“ (entspricht dem “Neukundentarif” der EnSikuMaV),

- ein angenommenes Einsparpotential i.H.v. 6% der Heizkosten bei einer durchgängigen Reduktion der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1 Grad Celsius.


Laut Verordnung waren wir dazu verpflichtet die Angaben gemäß unseres Tarifs für Neukunden anzugeben. Diese Ergebnisse können von denen abweichen, die Ihrem aktuellen entsprechen.

Selbstverständlich war mit dieser Kundeninformation keine Preis- oder Produktumstellung verbunden.

Für mögliche Fragen stehen wir per Mail kunden@waerme.berlin.de und Telefon 030 267 10270 zur Verfügung.

Was passiert bei der Notfallstufe? Drohen mögliche Abschaltungen?

Da auch die Erzeugung unserer Stadtwärme (=Fernwärme) zu einem wesentlichen Teil von einer zuverlässigen Gasversorgung abhängt, beobachten wir die Entwicklungen sehr genau und stehen kontinuierlich im engen Austausch mit Gasnetzbetreibern, zuständigen Ministerien und Behörden sowie Branchenverbänden.  Die Ausrufung der Alarmstufe, verdeutlicht, dass die Möglichkeit besteht, dass auch noch die im Notfallplan Gas und Artikel 11 der Verordnung (EU) 2017/1938 als „Notfallstufe“ definierte Situation eintreten könnte. In einem solchen Fall wird die Bundesnetzagentur zum „Bundeslastverteiler“ und könnte – in enger Abstimmung mit den Gasnetzbetreibern – z.B. Bezugsreduktionen verfügen. Dies könnte dann unter Umständen auch die Stadtwärmeversorgung beeinträchtigen.  Das hätte gegebenenfalls zur Folge, dass wir nicht mehr Wärme im vereinbarten Umfang zur Verfügung stellen könnten. In einer solchen Situation würden wir vor Abschaltung (=Sperrungen) auf unsere Kund:innen persönlich zugehen, die davon betroffen wären. Bei allen Maßnahmen, die dann in Kraft treten, sind bestimmte Verbrauchsgruppen gesetzlich besonders geschützt, d.h. diese sind möglichst bis zuletzt mit Wärme zu versorgen. Zu diesen Gruppen gehören beispielsweise die Haushaltskund:innen, sowie Kund:innen der sogenannten „grundlegenden sozialen Dienstleistungen“(§53a EnWG).

Kommt es zu einer Reduzierung der verfügbaren Gasmengen, könnte dies auch dazu führen, dass wir an der Erzeugung, dem Bezug oder der Fortleitung unseres Wärmeträgers durch höhere Gewalt oder sonstige Umstände, deren Beseitigung uns wirtschaftlich nicht zugemutet werden kann, im Sinne des § 5 Abs.1 Nr.2 AVBFernwärmeV gehindert wären. Das hätte gegebenenfalls zur Folge, dass wir Ihnen nicht mehr ohne Weiteres Wärme im vereinbarten Umfang an Ihrer Übergabestelle zur Verfügung stellen könnten. In einer solchen, sehr schwierigen Situation würden wir auf Ihr Verständnis und auf Ihre Kooperation angewiesen sein.

Selbstverständlich würden wir Sie in einem solchen Fall schnellstmöglich über entsprechende Einschränkungen informieren und die Versorgung umgehend wieder im vereinbarten Umfang aufnehmen, sobald sich die entsprechende Situation wieder verbessert hat.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass derzeit keine Einschränkungen bei der Stadtwärmeversorgung bestehen. Diese Information erfolgt rein vorsorglich und dient allein der Vorbereitung, sollte sich die derzeitige Lage ändern.

Welchen Brennstoffmix nutzen wir für die Wärmeerzeugung?

Unseren Brennstoffmix 2021 zur Erzeugung der Fern- bzw. Stadtwärme in Berlin können Sie hier entnehmen.

Ein Großteil der von der Fern- bzw. Stadtwärme versorgten Objekte ist an unser Verbundnetz angeschlossen, bei dem wir verschiedene Brennstoffarten nutzen. Die Fern- bzw. Stadtwärmepreise in Berlin sind in allen Netzgebieten identisch und unterscheiden sich nur durch die vertragliche Grundlage. Die Nähe von Gebäuden zu konkreten Heizkraftwerken ist dabei irrelevant.

Wie engagiert sich die Vattenfall Wärme Berlin?

Angesichts der andauernden angespannten Situation auf den Energiemärkten aufgrund des Kriegs in der Ukraine hat die Vattenfall Wärme Berlin AG die EnergieEinsparInitiative Berlin mitgegründet und möchte allen Verbrauchergruppen Energieeinsparungen einfach möglich machen.

Die Initiative bündelt konkrete Beispiele und Ideen für viele Anwendungen, um zu Energieeinsparungen anzuregen. Sie wird getragen von den Verbänden der Wohnungswirtschaft (BBU) und für Energieeffizienz (LFE), den Innungen der Schornsteinfeger und für Sanitär, Heizung, Klima sowie der Berliner Energieagentur, den Berliner Stadtwerken, der Gasag und der Vattenfall Wärme Berlin AG. Als breites Bündnis unterstreicht die Initiative, dass wirksame Energieeinsparungen eine gemeinsame gesellschaftliche Kraftanstrengung erfordern.

Das gemeinsame Ziel der Initiative ist es, Berlins Energieverbrauch kurzfristig um bis zu 20 Prozent zu senken. Denn jede eingesparte Kilowattstunde Strom, Gas oder Heizöl lohnt sich dreifach: für das persönliche Portemonnaie, für das Klima und auch für die Sicherung der Versorgung. Zielgruppengerechte Informationen und Angebote, wie beispielsweise Brennwert-Checks bei Heizungen, Expertenschulungen oder Haushaltsberatungen vor Ort sollen hierbei unterstützen.

Das Portal www.energieeinsparinitiative.berlin bietet einen Kosmos nützlicher Informationen mit Einsparhilfen, guten Beispielen, Checklisten, Verbrauchsrechnern sowie Info-Material zum Download.

Zudem verfügt das Portal über spezielle Bereiche für Mieter:innen, Eigentümer:innen, Wohnungswirtschaft, Betriebe und Gastronomie. Das Angebot wird laufend ausgebaut.

Fragen zur Stadtwärme

Finanzierung & Kosten

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für einen Anschluss an die Stadtwärme?

Mit der Bundesrichtlinie zur Förderung effizienter Gebäude (BEG) fördert der Bund insbesondere die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Fördermittel zur systemischen Sanierung im Bestand (Erreichung höherer Effizienzklassen von Häusern und Gebäuden) können über die Hausbanken bei der KfW beantragt werden.

Als Einzelmaßnahme (unabhängig von Effizienzklassen) können auch die Wärmeübergabestationen beim Anschluss an die Stadtwärme über die BEG gefördert werden. Für Neukunden, die sich vertraglich verpflichten, einen hydraulischen Abgleich im Rahmen ihres Anschlusses nachzuweisen, stellt Vattenfall einen Förderantrag für die Errichtung der Wärmeübergabestation und gibt den erhaltenen Förderzuschuss an die Kunden weiter.

Wie viel kostet eine Versorgung mit Stadtwärme im Jahr?

Informationen über die Kosten einer Versorgung mit Stadtwärme für ausgewählte Modellhäuser finden Sie hier.

Produkt

Was ist Fernwärme?

Das Wort Fernwärme beschreibt eine zentralisierte Wärmeversorgung: Im Gegensatz zur "klassischen" Art der Wärmeversorgung mit einer Erzeugungsanlage im Gebäude oder in unmittelbarer Nähe dazu, wird bei der Fernwärmeversorgung Wärme über ein Verteilnetz von Kraftwerken direkt in angeschlossene Gebäude transportiert. Fernwärme deshalb, weil die Wärme aus der Ferne zum Nutzungsort geleitet und nicht an diesem produziert wird.

Was sind die Vorteile von unserer Stadtwärme?

Die Versorgung einer Immobilie mit Stadtwärme bringt vielerlei Vorteile mit sich, die sich auch beim Bau bemerkbar machen: Bei einem Anschluss an das Stadtwärmenetz entfällt beispielsweise die platzraubende Unterbringung von Heizkesseln, Öl- oder Gastanks sowie die Errichtung eines Schornsteins. Somit wird Raum im Gebäude frei, den Sie anders nutzen können.

Darüber hinaus garantiert unsere in Kraft-Wärme-Kopplung besonders wirkungsvoll erzeugte Stadtwärme exzellente Werte für den Energieausweis Ihrer Immobilie. Der daraus resultierende niedrige Primärenergiefaktor, senkt - je nach Netz, in dem Ihre Immobilie angeschlossen ist - ggf. auch die Anforderungen an die Dämmung der Immobilie. Hierin liegt dann ein großes Einsparpotenzial, welches Sie nutzen können. Gebäude, deren Wärmeversorgungs durch unser Wärmenetz gewährleistet wird, erfüllen teilweise bereits vollständig die in § 44 Abs. 2 des Gebäudeenergiegesetzes definierten Anforderungen. Damit entfällt1 bzw. verringert2 sich die für Sie in den entsprechenden Netzgebieten die Verpflichtung zur Integration weiterer erneuerbarer Energien in Ihren Gebäuden.
 

1 vollständige Erfüllung in den Stadtwärmenetzen: Verbundnetz, Köpenick, Buch, Adlershof
2 teilweise Erfüllung in den Netzgebieten: Märkisches Viertel, Görschstraße I, Blankenburger Straße, Altglienicke

Ist Stadtwärme besonders umweltschonend?

Unser Wärmesystem ist ein wichtiger Schlüssel für die urbane Energiewende und unser Beitrag zu einem Drittel weniger CO2-Emissionen in der Hauptstadt bis 2030. Unsere Stadtwärme wird lokal, effizient und umweltschonend größtenteils in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) produziert. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme werden die eingesetzten Brennstoffe optimal genutzt.

Wir versorgen Berlin mit einem innovativen Technologie-Mix: Power-to-Heat ermöglicht die intelligente Nutzung von überschüssigem Wind- und Solarstrom. Zudem gilt die Einbindung zusätzlicher Wärmequellen, wie Solarthermie oder die Nutzung industrieller Abwärme als wichtiger Baustein für eine fossilfreie Energieversorgung innerhalb einer Generation. 

Was für einen Primärenergiefaktor hat die Stadtwärme?

Der pauschal vorgegebene Primärenergiefaktor für Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung beträgt 0,7. Im überwiegenden Teil des Berliner Versorgungsgebietes von Vattenfall übertrifft die klassische Versorgung mit Fernwärme jedoch sogar diese Anforderungen. Die Stadtwärme von Vattenfall hat im Berliner Verbundnetz einen zertifizierten Primärenergiefaktor von 0,44.

Eine Übersicht unserer Zertifikate erhalten Sie hier.

Wie groß sollte mein Bestand sein, um Stadtwärme nutzen zu können?

Je nach Anschlusssituation, also wie weit die Häuser von unserer Stadtwärme-Trasse entfernt liegen, können auch schon kleine Mehrfamilienhäuser angeschlossen werden. In der Regel haben unsere Kunden etwa 10 Wohneinheiten.

Welche Voraussetzungen muss ich als Bestandshalter mitbringen? Muss ich gesonderte Einbauten vornehmen lassen?

Für eine Stadtwärmeversorgung müssen wir eine Übergabestation installieren, welche die Wärme aus unseren Rohrleitungen in die Hausverteilung bringt. Der Gebäudeeigentümer muss uns dafür nur Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Da unsere Station die alte Kesselanlage ersetzt und in der Regel kleinere Abmessungen hat, ist das kein Problem.

Gibt es Stadtwärme in ganz Berlin?

Der Begriff „Stadtwärme“ drückt aus, dass unsere Wärme zu 100 Prozent in Berlin erzeugt wird. Sie wird unmittelbar zu unseren Kunden transportiert. Insgesamt versorgen wir umgerechnet rund 1,4 Millionen Haushalte mit unserer Berliner Stadtwärme. Um zeitgemäßen Wohnkomfort mit einer klimaschonenden und sicheren Wärmeversorgung auch dort zu gewährleisten, wo bisher noch kein Stadtwärmenetz anliegt oder wo sich das Netz noch im Ausbau befindet, bieten wir individuelle Versorgungslösungen an.

Wo erhalte ich schnell und einfach die wichtigsten Information zu meinem Vertrag, den Verbräuchen und der Abrechnung?

Mit unserem interaktiven Stadtwärme-Kundenportal haben Sie Ihren Wärmeverbrauch stets im Blick: aktuelle und historische Rechnungen, bevorstehende Abschlagszahlungen, monatliche Verbräuche sowie tagesaktuelle Daten aus den installierten Smart Metern.

Warum erfolgt der Rechnungsversand jedes Jahr unterschiedlich?

Die Ablesung erfolgt entweder durch Fernauslesung (Smart Meter) oder durch unsere Außendienstmitarbeiter. Unsere Außendienstmitarbeiter verwenden ein spezielles Auslesegerät. Die ausgelesenen Verbrauchsstände müssen erst in das Abrechnungssystem übermittelt und verarbeitet werden.

Die Rechnungslegung erfolgt, sobald die Daten auf Plausibilität geprüft wurden.

Lässt sich der Abrechnungszeitraum ändern?

Grundsätzlich ist dies möglich. Wir benötigen hierfür einen schriftlichen Auftrag vom Kunden. Bei einer kalenderjährlichen Abrechnung ist die Überlassung der erforderlichen Schlüssel für die Ablesung, Wartung und Entstörung erforderlich.

Nutzen Sie hierfür gerne unser Postfach: kontakt-waerme@vattenfall.de

Meine Wärmerechnung weist ein Guthaben aus. Wie erhalte ich mein Geld?

Erforderlich ist eine schriftliche Mitteilung (E-Mail oder Post) sowie einen Hinweis zur Bankverbindung - sofern diese noch nicht bei uns im System hinterlegt ist. Wenn wir ein SEPA-Mandat hinterlegt haben, wird automatisch auf das hinterlegte Konto überwiesen.

Nutzen Sie hierfür gerne unser Postfach: kontakt-waerme@vattenfall.de

Ich habe doppelt überwiesen, wie erhalte ich mein Geld zurück?

Erforderlich ist eine schriftliche Mitteilung und ggf. die Mitteilung der Bankverbindung auf welches das Geld zurückgehen soll. Die Überweisungsdauer beträgt ca. 2 bis 3 Werktage. Alternativ wird das Guthaben mit Ihrem nächsten Abschlag verrechnet.

Wo finde ich die Vorlage für das SEPA-Mandat?

Unsere Vorlage finden Sie hier. Senden Sie uns dieses bitte ausgefüllt zurück.

Nutzen Sie hierfür gerne unser Postfach: kontakt-waerme@vattenfall.de

Wie funktioniert die Umrechnung von l/h in kW?

In unserem Wärmeversorgungsverträgen bezieht sich der Grundpreis auf den Heizwasservolumendurchfluss (HWD). In den einzelnen Wärmekostenberechnungen wird jeweils der Anschlusswert zur Differenzierung verwendet. Zur Umrechnung des jeweiligen Anschlusswertes (kW) auf den HWD (Liter je Stunde) müssen technische und physikalische Parameter in eine Umrechnungsformel eingesetzt werden.

Eine Erläuterung finden Sie hier.

Wo finde ich die aktuellen Preise (Preisblatt / Preisübersicht)?

Die Konditionen hängen von Ihren vertraglich vereinbarten Konditionen ab:

Für abgeschlossene Bestandsverträge vor dem Jahr 2011 finden Sie diese hier.

Für abgeschlossene Bestandsverträge ab dem Jahr 2011 finden Sie diese hier.

Eine Übersicht hinsichtlich unserer aktuellen Stadtwärme-Konditionen erhalten Sie hier.

Wo finde ich die gültigen Zertifikate (Primärenergiefaktor & CO2-Einsparung)?

Einen Überblick unserer Zertifikate finden Sie hier.

Es gab einen Eigentümerwechsel. Was sind die nächsten Schritte?

Bitte teilen Sie uns den Eigentümerwechsel schriftlich mit. Wir erstellen eine Überleitungsvereinbarung. Diese muss von allen Vertragsparteien unterschrieben werden. Erst dann erfolgt die Umschrift auf den neuen Vertragspartner / Eigentümer.

Erforderliche Informationen sind: Angaben zum neuen Vertragspartner, Übergabedatum sowie Informationen zur (sofern vorhanden) neuen Verwaltung - inkl. aktueller Vollmacht.

Nutzen Sie hierfür gerne unser Postfach: kontakt-waerme@vattenfall.de

Wann kommen Sie vorbei und warten die Anlage? Woher weiß ich, dass Sie vor Ort waren?

Gemäß der Vereinbarung wird eine periodische Überwachung der Regelungsanlage durch Vattenfall vorgenommen. Diese periodische Überwachung beinhaltet auch das Austauschen bzw. das Erneuern von eventuell nicht funktionsfähigen Bauteilen, ohne dass dem Kunden weitere Kosten entstehen. Eine Dokumentation bzw. Beauftragung durch den Kunden ist dafür weder vertraglich vereinbart, noch wirtschaftlich darstellbar. Um die Kosten auch weiterhin auf dem vereinbarten Niveau halten zu können wird durch Vattenfall nur eine optimierte - den sicheren Betrieb gewährleistende - Datenaufnahme vorgenommen.

Bezüglich Unregelmäßigkeiten oder technischen Störungen erreichen Sie unser Störungsmanagement rund um die Uhr (Tel.: 030 267 45 98).

Ich wurde nicht darüber informiert, dass Sie den Zähler gewechselt haben. Wie lautet denn jetzt meine neue Zählernummer?

Aktuelle Zählernummern können Sie Ihrer künftigen Wärmerechnung entnehmen. Sollten Sie weiterführende Fragen zu Ihrem Zähler haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Nutzen Sie hierfür gerne unser Postfach: kontakt-waerme@vattenfall.de

Welcher Teil der Station ist Eigentum von Vattenfall und wofür bin ich zuständig?

Aufgrund unterschiedlichen technischen Gegebenheiten und vertraglichen Vereinbarungen, lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Melden Sie sich gerne bei uns.

Nutzen Sie hierfür gerne unser Postfach: kontakt-waerme@vattenfall.de

Wie sieht es mit Wartung- und Serviceleistungen aus?

Das ist ein weiterer Vorteil unserer Stadtwärme. Sie ist wartungsarm. Einmal angeschlossen können unsere Kunden:innen von der Wärme für ihre Heizung und Trinkwassererwärmung profitieren, ohne sich um die Brennstoffbeschaffung kümmern zu müssen. Unsere Entstörungsstelle ist rund um die Uhr erreichbar und kann schnell reagieren.

Fragen zu individuellen Wärmelösungen

Finanzierung & Kosten

Was kostet Wärme-Contracting?

Der Contracting-Nehmer verpflichtet sich mit Abschluss des Vertrags zu einer regelmäßigen Zahlung eines festgelegten Abschlags, mit welchem die Investition und die laufenden Betriebskosten abgedeckt werden. Die Wärme-Contracting-Kosten setzen sich dabei aus den Grundkosten und den Arbeitskosten zusammen. Die Arbeitskosten sind abhängig vom letztendlichen Verbrauch des Gebäudes oder Quartiers.

Welche Förderung gibt es für eine dezentrale Energieversorgung?

Klimafreundliche und nachhaltige Baumaßnahmen werden von verschiedenen Institutionen, z. B. der KfW-Bank, gefördert. Besonders die Energieversorgung kann hier einen großen Teil dazu beisteuern, die nötigen Richtwerte für einen Bezug der Förderungen zu erreichen. Dank attraktiver Contracting-Modelle und dem Einsatz einer dezentralen Energieversorgung werden Budgets für andere Zwecke frei und der finanzielle Gestaltungsrahmen von Bauprojekten verändert sich maßgeblich zugunsten der Planer.

Unsere Mitarbeiter unterstützen Sie selbstverständlich gerne bei der Auswahl möglicher Förderungsinstitutionen und der Antragsstellung.

Produkt

Welche regenerativen Energien können eingesetzt werden?

Mit dezentraler Energieversorgung bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Energieversorgung durch regenerative Energien. Sei es über Blockheizkraftwerke (BHKW) und Brennwertkessel, betrieben durch regenerative Bio-Brennstoffe, oder über Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeproduktion. Im Falle eines BHKW wird dieses mit dem regenerativen Brennstoff Biomethan betrieben, Holzpelletkessel verbrennen Holzpellets, um Wärme zu erzeugen. Solaranlagen werden in Solarthermie- und Photovoltaikanlagen aufgeteilt: Die Solarthermie nutzt Sonnenlicht, um daraus Trinkwarmwasser und Wärme für die Heizung zu gewinnen, Photovoltaikanlagen produzieren zu 100 Prozent regenerativen Strom. Mit der dezentralen Energieversorgung bieten wir unseren Kunden Konzepte zur Energieversorgung, die gänzlich auf regenerative Energien setzen, oder Konzepte zur dezentralen Energieversorgung, in denen regenerative Energien integriert werden, um eine bessere Energieeffizienzklasse zu erreichen.

Was ist Wärme-Contracting?

Wärme-Contracting ist eine effiziente und komfortable Form der dezentralen Wärmeversorgung. Hierbei wird zwischen zwei Parteien ein Vertrag zur Versorgung eines Quartiers oder Gebäudes abgeschlossen. Der Energiedienstleister, als sogenannter Contractor, verpflichtet sich zur Wärmeerzeugung vor Ort. Im Gegenzug bezieht der Eigentümer des Gebäudes, als Contracting-Nehmer, die gelieferte Wärme über die vereinbarte Vertragslaufzeit. Die Wärmelieferung wird über eine dezentrale Energieanlage lokal produziert und ausgeliefert. Zudem können viele der Anlagen zusätzlich zur Kälte- und Stromerzeugung genutzt werden.

Das Wärme-Contracting verläuft folgendermaßen: Im ersten Schritt des Wärme-Contractings wird ein Energieversorgungsvertrag aufgesetzt. Im Anschluss beschafft der Energielieferant die Contracting-Heizungsanlage, übernimmt die Installation und gewährleistet die Inbetriebnahme. Im Wärme-Contracting-Vertrag ist der Contractor nun für Energielieferung, Anlagenmanagement, Service, Support und die Abrechnung der Versorgungsleistung und -menge verantwortlich. Der Contracting-Nehmer zahlt für diese Dienstleistungen und die konstante Energielieferung ein vereinbartes Entgelt. Nach Ende der Vertragslaufzeit einigen sich beide Parteien auf ein weiteres Vorgehen.

Welche Vorteile ergeben sich durch Wärme-Contracting für die Immobilienwirtschaft?

Für Projektentwickler, Quartiersentwickler und Architekten liegen die Vorteile auf der Hand: Da die Errichtung und der Betrieb der Anlage durch das Energiedienstleistungsunternehmen übernommen werden, fallen keine Investitionskosten für sie an. Hierdurch werden zusätzliche Mittel frei, welche an einer anderen Stelle ins Projekt fließen können. Alle verbundenen Risiken verlagern sich ebenfalls auf den Contractor. Er steht in der Pflicht, die Beschaffung, Montage und den reibungslosen Betrieb der Wärmeerzeugungsanlage zu gewährleisten.

Zudem können die modernen im Wärme-Contracting genutzten Technologien den Wert einer Immobilie auf dem Markt positiv beeinflussen.

Wann wird der Wärme-Contracting-Vertrag auf den Eigentümer übergeben?

Der Vertrag wird zwischen einem Kunden und einem Unternehmen geschlossen. Der Wärme-Contracting-Anbieter verpflichtet sich zu einer zuverlässigen Energielieferung, über Planung, Errichtung, Betrieb, Wartung und Versorgung einer Energieanlage. Der Kunde zahlt für diese Dienstleistung ein entsprechendes Entgelt im Rahmen der Vertragslaufzeit. Leistungsumfang und Eigentumsverhältnisse sind im Vertrag festgehalten. Mit der Immobilie wird auch der Wärme-Contracting-Vertrag an den Eigentümer übergeben, sobald das Bauprojekt abgeschlossen ist.

Welche Leistung bieten wir Ihnen als Anbieter von individuellen Wärmelösungen?

Wir als Anbieter von Wärme-Contracting und individuellen Energielösungen bieten unseren Kunden einen ganzheitlichen und umfassenden Service zur komfortablen und preisgünstigen Energieversorgung. Neben unserem breiten Portfolio aus dezentralen Lösungen und ergänzenden Technologien wie Ladeinfrastruktur für E-Mobilität profitieren unsere Kunden vor allem von unserer langjährigen Erfahrung. Als am Markt etablierter Wärme-Contracting-Anbieter entwickeln wir Konzepte zum Wärme-Contracting, die individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Dabei ist es für uns selbstverständlich, die Arbeit unserer Kunden zu erleichtern. Eine bedarfsorientierte Beratung, eine reibungslose Vertragsübergabe und eine zuverlässige, umweltfreundliche Energielieferung zeichnen unsere Leistung aus.

Wie lang ist die Laufzeit eines Wärme-Contracting-Vertrags?

Ein Wärme-Contracting-Vertrag hat eine reguläre Laufzeit von 10 bis 20 Jahren. Nach Ablauf des Vertrags stehen dem Contracting-Nehmer drei Optionen zur Auswahl: der Rückbau der Anlage, der Erwerb der Anlage durch eine Zahlung des Restwerts oder die Vertragsverlängerung.

Warum eignet sich Wärme-Contracting für den Neubau?

Der Contracting-Anbieter greift auf ein umfassendes Angebot bezüglich der zu errichtenden Anlagen und der lieferbaren Energieformen zurück, zu welchen Wärme, Kälte und Strom zählen. Die technischen Möglichkeiten für dezentralen Energien reichen von Blockheizkraftwerken (BHKW), die Strom und Wärme via Kraft-Wärme-Kopplung generieren, bis hin zu Solarthermie und Photovoltaik-Anlagen, welche 100 Prozent erneuerbare Energien erzeugen. Somit kann das Wärme-Contracting-Angebot den individuellen Kundenwünschen und Gegebenheiten angepasst werden.

Zudem übernimmt der Energiedienstleister die Planung und Realisierung des Projektes. Hierzu zählt die Konzepterstellung, die Beschaffung und Lieferung der Anlage, deren Montage und Inbetriebnahme. Somit bringt Wärme-Contracting nicht nur Vorteile bei der Energielieferung, sondern unterstützt das Bauprojekt umfassend.

Wie gestalten sich bei individuellen Wärmelösungen die Preise?

Die Kosten für individuelle Wärmelösungen setzen sich aus einem verbrauchsunabhängigen und einem verbrauchsabhängigen Entgelt zusammen: Die Grundkosten bemessen sich dabei nach der vereinbarten, vorzuhaltenden Wärmeleistung sowie Art und Größe der Energieerzeugungsanlage. Diese Kosten werden zu Beginn des Wärme-Contractings erstmalig festgelegt. Das verbrauchsabhängige Entgelt ergibt sich aus der tatsächlich verbrauchten Wärmemenge und dem Arbeitspreis, der durch schwankende Marktpreise variieren kann. Addiert man diese beiden Komponenten, so ergibt sich der in Abschlägen fällig werdende Preis des Wärme-Contractings.

Wie lang ist die Vertragslaufzeit bei individuellen Wärmelösungen?

In der Regel beträgt die Wärme-Contracting-Laufzeit 10 Jahre. Die Wärme-Contracting-Laufzeit ist jedoch letztlich vom Vertrag abhängig, den wir mit unseren Kunden vereinbaren – auf Wunsch lassen sich so auch längere Vertragslaufzeiten festlegen. Während der Wärme-Contracting-Laufzeit verantworten wir die Energielieferung für die errichtete Anlage. Nach Ende der Wärme-Contracting-Laufzeit bieten sich dem Contracting-Nehmer drei verschiedene Möglichkeiten: Er kann den Rückbau der Anlage veranlassen, sie erwerben oder eine Verlängerung der Wärme-Contracting-Laufzeit vereinbaren.

Fragen zu individuellen Kältelösungen

Finanzierung & Kosten

Welche Förderung gibt es für eine dezentrale Energieversorgung?

Klimafreundliche und nachhaltige Baumaßnahmen werden von verschiedenen Institutionen, z. B. der KfW-Bank, gefördert. Besonders die Energieversorgung kann hier einen großen Teil dazu beisteuern, die nötigen Richtwerte für einen Bezug der Förderungen zu erreichen. Dank attraktiver Contracting-Modelle und dem Einsatz einer dezentralen Energieversorgung werden Budgets für andere Zwecke frei und der finanzielle Gestaltungsrahmen von Bauprojekten verändert sich maßgeblich zugunsten der Planer.

Unsere Mitarbeiter unterstützen Sie selbstverständlich gerne bei der Auswahl möglicher Förderungsinstitutionen und der Antragsstellung.

Was kostet Kälte-Contracting?

Der Contracting-Nehmer verpflichtet sich mit Abschluss des Vertrages zu einer monatlichen Zahlung eines festgelegten Grundpreises, mit welchem die Investition und die laufenden Betriebskosten abgedeckt werden. Die Kälte-Contracting-Kosten sind abhängig vom letztendlichen Verbrauch des Gebäudes oder Quartiers.

Produkt

Was ist Kälte-Contracting?

Kälte-Contracting ist eine effiziente und umweltschonende Form der dezentralen Kälteversorgung. Hierbei wird zwischen zwei Parteien ein Vertrag zur Versorgung eines Quartiers oder Gebäudes abgeschlossen. Der Energiedienstleister, als sogenannter Contractor, verpflichtet sich zur Kälteerzeugung vor Ort. Im Gegenzug bezieht der Besitzer des Gebäudes, als Contracting-Nehmer, die gelieferte Kälte über die vereinbarte Vertragslaufzeit. Die Kältelieferung wird über eine dezentrale Energieanlage lokal produziert und ausgeliefert. Zudem können viele der Anlagen zusätzlich zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden.

Das Kälte-Contracting verläuft folgendermaßen: Im ersten Schritt des Kälte-Contractings wird ein Energieversorgungsvertrag aufgesetzt. Im Anschluss beschafft der Energielieferant die Contracting-Kälteanlage, übernimmt die Einrichtung und gewährleistet die Inbetriebnahme.

Im Kälte-Contracting-Vertrag ist der Contractor nun für Energielieferung, Anlagenmanagement, Service, Support und die Abrechnung der Versorgungsleistung und -menge verantwortlich. Der Contracting-Nehmer zahlt für diese Dienstleistungen und die konstante Energielieferung ein vereinbartes Entgelt. Nach Ende der Vertragslaufzeit einigen sich beide Parteien auf ein weiteres Vorgehen.

Welche Vorteile ergeben sich für die Immobilienwirtschaft durch Kälte-Contracting?

Für Quartiersentwickler, Unternehmer und Architekten liegen die Vorteile auf der Hand. Da die Errichtung und der Betrieb der Anlage durch das Energiedienstleistungsunternehmen übernommen werden, fallen keine Investitionskosten für Sie an. Hierdurch werden zusätzliche Mittel frei, welche an einer anderen Stelle ins Projekt fließen können. Alle verbundenen Risiken verlagern sich ebenfalls auf den Contractor. Er steht in der Pflicht, die Beschaffung, Montage und den reibungslosen Betrieb der Kälteerzeugungsanlage zu gewährleisten. Zudem kann Kälte-Contracting den Wert einer Immobilie auf dem Markt positiv beeinflussen, was ebenfalls der Immobilienwirtschaft zugutekommt.

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